Projekt Snoezelen im Hilfszentrum für Autisten
(HZA) im ungarischen Gyöngyös

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Im Mai 2004 konnte mit Hilfe vieler privater Spenden der dritte, lang ersehnte Raum eingerichtet werden. Eigentlich handelte es sich dabei nicht um einen eigenständigen Snoezelraum im engeren Sinne, sondern um ein Airtramp, das in einem vorhandenen Sportraum dauerhaft installiert wurde. Damit bestand dann endlich die Möglichkeit für die Kinder, auch bei schlechtem Wetter ihren Bewegungsdrang ausleben zu können. Und der Bewegungsdrang vieler Kinder im HZA in Gyöngyös ist tatsächlich kaum zu bremsen.

Der Raum erwies sich trotz des zunächst sehr lauten Umluftgebläses von Anfang an als voller Erfolg. Die Kinder waren begeistert und tobten gleich am ersten Tag stundenlang auf dem Airtramp herum. Ein Junge, der uns schon früher durch sein schwieriges Sozialverhalten und seine extrem ungezügelte Aktivität aufgefallen war, nutzte jedoch das Airtramp in unerwarteter Weise: Er legte sich mitten in das Getobe auf den Boden und schlief fest ein. Dieses Phänomen war mir zwar schon aus der Arbeit mit geistigbehinderten Menschen bekannt, überraschte mich aber doch bei diesem Personenkreis. Die ganze Szene wirkte ziemlich grotesk, was glücklicherweise filmisch festgehalten werden konnte.

Auch die erste Stufe des Erlebnis-Bades wurde verwirklicht. Ein regel- und heizbares Gebläse mit Sprudelmatte wurde in der Badewanne des Schulbadezimmers eingebaut. Ein elfjähriger Junge, der als erster in die Badewanne klettern durfte, war sehr überrascht und versuchte sofort zu ergründen, woher die Sprudelei kam. Er konnte nur schwer gebremst werden, nicht das ganze Gerät auseinander zu nehmen. Aber es gefiel ihm doch so gut, dass er nach kurzer Zeit leise vor sich hinsummend in der Wanne lag. Der Trubel durch unzählige neugierige Lehrer und Mitarbeiter störte ihn keineswegs beim Genuss des Bades. Er war auch nur nach vielem guten Zureden bereit, das Bad nach etwa zwanzig Minuten zu verlassen.
Schade ist nur, dass die Installation im Schulbadezimmer erfolgen musste. Im Wohnbereich fand sich kein geeignetes Badezimmer, das man in ein Erlebnisbad hätte verwandeln können. Im Zuge der weiteren Planungen soll aber irgendwann ein ausreichend großes Badezimmer entstehen, das ständig als Erlebnisbad genutzt werden kann.

Eine wichtige Maßnahme war die Einarbeitung von zwei Mitarbeitern, die zukünftig für die Instandhaltung und Wartung der Snoezelräume verantwortlich sein sollten. Das war eine wirklich notwendige Maßnahme, denn mit einigen der Geräte wurde aus Unerfahrenheit oder Unwissenheit recht nachlässig umgegangen. Das war jedoch kein spezifisches Problem im HZA, sondern ist vielmehr überall dort zu beobachten, wo es keine festen Zuständig- und Verantwortlichkeiten gibt.

Im Jahr 2005 soll es weitergehen. Der Einbau weiterer Räume ist noch nicht geplant, zumal dazu auch das nötig Geld fehlt. Zunächst sollen die vorhandenen Räume genutzt werden, um Erfahrungen zu sammeln. Mit den Kindern, die bereits beim Snoezelen gefilmt wurden, sollen weitere Aufnahmen gemacht werden, um die Entwicklung kontinuierlich verfolgen zu können.

 

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Wie kann man das Projekt unterstützen?

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, benötigen wir für die Fortführung des Projektes dringend Spendengelder zur Ausstattung weiterer Räume und für die Anschaffung von neuen Therapiematerialien.
Die Spendengelder werden über den Franziskanerorden gezielt und kontrolliert eingesetzt. Selbstverständlich können für alle Zuwendungen Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.
Die Kontoverbindung lautet:

Kölnische Franziskanerprovinz e.V. HZA
Stadtsparkasse Düsseldorf
Konto Nr. 10 159 911
BLZ 300 501 10

Auf dieser Seite wird über das auf mehrere Jahre
angelegte Projekt in unregelmäßigen Abständen berichtet.